Heute Abend haben VertreterInnen der IDB gemeinsam mit Dr. Patricia Heindl-Kovac von der Volksanwaltschaft im Auftrag der MA 17 eine Fortbildung zum Thema Diskriminierung abgehalten.
Die Vertreterin der Volksanwaltschaft hat erneut betont, dass Diskriminierung eine schwere Menschenrechtsverletzung ist.
In Zukunft werden deshalb die IDB und die Volksanwaltschaft zusammenarbeiten, um diskriminierungsfreie Bildung ein Stück mehr zu ermöglichen!
Die IDB fordert: Kinderrechte und eine diskriminierungsfreie Schule gehören in den
Vordergrund!
Die Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen ist ein unabhängiger,
gemeinnütziger, ehrenamtlich tätiger Verein, der Diskriminierungserfahrungen im
gesamten Bildungsbereich dokumentiert. Es werden alle 7 Diskriminierungsgründe
der EU erfasst. Ziel ist die lückenlose Umsetzung der europäischen Menschen- und
Kinderrechtskonvention im Klassenzimmer, was zurzeit in Österreich leider nicht
flächendeckend der Fall ist. Wir verweisen auf die Zahlen unseres letzten
Jahresberichts „Diskriminierung im österreichischen Bildungswesen 2017“, welchen Sie hier finden können.
Mit großer Sorge nehmen wir die Debatte zu einem angeblichen „Kulturkampf im
Klassenzimmer“ wahr, die unweigerlich dazu führen wird, dass
Fälle von Diskriminierung im Bildungsbereich noch weiter zunehmen werden.
Eine populistische Debatte auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen
loszutreten, ohne dass die Betroffenen selbst zu Wort kommen, und, die von Seiten
der Politik instrumentalisiert wird, halten wir für ethisch nicht vertretbar.
Interreligiöse und interkulturelle Konflikte zwischen SchülerInnen und LehrerInnen
entstehen vor allem dort, wo sich SchülerInnen in ihrer Diversität nicht in der
Lehrerschaft wiederfinden.
Es ist bemerkenswert, dass an Schulen mit einem sehr hohen Migrationsanteil in der
Schülerschaft, oft keine einzige Lehrperson ebenfalls Migrationshintergrund mit den
damit verbundenen Kompetenzen hat.
Zur Verbesserung des Schulklimas für alle Beteiligten, sowie zur Etablierung einer
diskriminierungsfreien Schule fordern wir BM Dr. Faßmann auf, im Rahmen der von ihm
geplanten Studie auch Daten zur Zusammensetzung der Lehrerschaft zu erheben.
Als einen wichtigen Lösungsansatz empfehlen wir die Diversifizierung des
Lehrkörpers, indem gezielt LehrerInnen mit mehrsprachigen, interkulturellen und
interreligiösen Kompetenzen eingestellt werden, die mit ihrer Expertise besser mit
Konflikten in einem diversen Setting umgehen können. Weitere Empfehlungen finden
Sie in unserem 10-Punkte-Plan.
Am 29. Juni hatten wir das zweite Netzwerktreffen im Rahmen des Projektes V-START – Victim Support Through Awareness-Raising and neTworking.
➡ Gemeinsam konnten wir weitere Schritte für ein starkes Netzwerk setzen, um eine langfristige und bereichsübergreifende Lobby für von hate crime Betroffene zu schaffen.
Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen und Vertreter*innen der folgenden Organisationen: Afro Rainbow Austria, Amnesty International Austria, Zeig dein Gesicht gegen Diskriminierung (Antidiskriminierungsstelle Stmk), Antidiskriminierungsstelle Salzburg, aufstehn, Dokustelle Österreich, Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien, IDB – Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen, Klagsverband, Verein NEUSTART, WEISSER RING und Queer Base – Welcome and Support for Lgbtiq Refugees! 🌼🌺🏵
Andi Peham hat die IDB – Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen zu einem Vernetzungstreffen ins Dokumentationsarchiv Österreichischer Widerstand eingeladen.
Es war ein sehr konstruktiver Austausch, bei dem auch die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem DÖW und der IDB besprochen wurde.
Unsere Obfrau konnte den Jahresbericht „Diskriminierung im österreichischen Bildungswesen 2017“ übergeben, der nun offiziell in das Archiv des Österreichischen Widerstandes aufgenommen wird.
Der Vorstand der IDB hat am 19. Juni 2018 im Rahmen einer Pressekonferenz den Jahresbericht „Diskriminierung im österreichischen Bildungswesen 2017“ präsentiert.
Jetzt auf youtube abrufbar!
Vielen Dank an die vielen anwesenden Gäste!
Full house im Presseklub Concordia.
Die Auswirkungen von Diskriminierung im Bildungswesen („unfaire Behandlung“) werden jetzt auch in der neu veröffentlichten OECD- Studie dokumentiert. Die OECD empfiehlt diesbezüglich spezielle Schulungen für LehrerInnen, genauso wie es die IDB in ihrem 10-Punkte Plan vorsieht.
IDB begann die Zusammenarbeit mit dem Stadtschulrat Wien sofort nach Gründung mit Mag. Jürgen Czernohorszky und setzt diese selbstverständlich unter dem neuen Bildungsdirektor Stadtschulrat Heinrich Himmer fort.
Unser Team ist divers, multiethnisch und multireligiös. Wir haben uns darauf geeinigt, dass ausschließlich Personen, die nicht im Bildungsbereich tätig sind, in der Öffentlichkeit auftreten.
Wer wir sind
Wir, IDB – Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen, sind eine gemeinnützige Organisation, die Diskriminierungserfahrungen aufgrund von Rassismus, Sexismus, Islamophobie, Antisemitismus, Homophobie und Disablism an österreichischen Bildungseinrichtungen dokumentiert und durch die Sichtbarmachung dieser Problematik die Situation von SchülerInnen, StudentInnen und Kindergartenkindern verbessern möchte.
Unsere Ziele
Wir setzen uns ein für die lückenlose Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und der Europäischen Menschenrechtskonvention in allen österreichischen Bildungseinrichtungen, angefangen vom Kindergarten über die Schule bis hin zur Universität.
Unser Schwerpunkt: „Tatort“ Schule
Wir setzen unseren Schwerpunkt auf die Schule, weil dies der Ort ist, wo es am häufigsten zu Diskriminierungserfahrungen kommt.
Genauso, wie es den Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft gibt, gibt es auch den Alltagsrassismus an österreichischen Schulen. Wir setzen uns deshalb für die Etablierung einer rassismussensiblen Schule ein, die sich dadurch auszeichnet, dass, wenn es zu Rassismus und Diskriminierung an der Schule kommt, die betroffenen SchülerInnen nicht völlig allein und hilflos dastehen – so wie es jetzt der Fall ist – , sondern, dass „die Schule“ selbst sensibel auf diese ernstzunehmende Problematik reagiert und entsprechend handelt.
Wir gehen davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der DirektorInnen und LehrerInnen an österreichischen Schulen diese Problematik erkennt und ernst nimmt, sich gegen Diskriminierung und Rassismus an den Schulen ausspricht und sich an der Verwirklichung einer rassismussensiblen Schule maßgeblich beteiligen wird. Nur in der Zusammenarbeit und im Dialog aller Beteiligten ist eine rasche Umsetzung denkbar und möglich.
Der Stadtschulrat für Wien
Mag. Jürgen Czernohorszky sind „Kinderrechte“ ein besonderes Anlegen, nicht zuletzt deshalb gibt es jetzt auch im Stadtschulrat für Wien einen eigenen Themenschwerpunkt zu „Kinderrechten“.
OSCE/ODIHR (The Organization for Security an Cooperation in Europe/ Office for Democratic Institutions and Human Rights)
2016 haben wir auch an einem Training zu hate crime und hate speech teilgenommen, das von der OSCE/ODIHR organisiert wurde. Wir arbeiten seither mit MitarbeiterInnen der OSCE/ODIHR zusammen und übermitteln Diskriminierungsfälle aus Österreich, die sich im Bildungssektor zugetragen haben.