Am 28. April 2018 lud IDB zum ersten Zivildialog ins AAI. Dort wurde die Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen genutzt. Obfrau Frau Dr. Sonia Zaafrani und Stellvertreter Persy Bulayumi stellten die Initiative und die Beweggründe zur Gründung ebendieser vor. Die Veranstaltung war für alle interessierten Personen offen. Es gab einige sehr interessante Gespräche zum Thema Diskrimierungsfreiheit und dem gesellschaftlichen Mehrwert, der hier entstehen kann.
Auch Emil Bannani, Landesschulsprecher der BMHS in Wien, plädierte für die enorme Wichtigkeit Diskriminierung in Schulen zu eliminieren um Chancengleichheit für Jugendliche umzusetzen.
Marlies Parchment brachte einen interaktiven Input zum Thema Identitäten.
Im Anschluss versorgte Jenny Simanowitz – Kommunikationstrainerin, ehem. Lehrerin und IDB-Ehrenbotschafterin – die Teilnehmenden mit einem spannenden, interaktiven Workshopteil zum Thema Werte in einer Gesellschaft.
Großer Dank gilt auch Simon Inou für die Moderation der Veranstaltung sowie seinem Input aus langjähriger Erfahrung in der Antidiskriminierungsarbeit. Danke auch den zahlreichen HelferInnen im Hintergrund, die Veranstaltungen dieser Art erst möglich machen.
Am 30. Jänner 2018 waren VertreterInnen der IDB zu Gast in der Kanzlei des Bundespräsidenten und wurden von Univ.Lekt.MinR Mag. Meinhard Rauchensteiner stellvertretend empfangen.
Es war ein sehr produktiver Austausch, wo nicht nur die Probleme sondern auch Lösungen besprochen wurden. Selbstverständlich haben wir auch unseren Jahresbericht „Diskriminierung im österreichischen Bildungswesen“ überreicht.
Am Anfang steht die Bewusstseinsbildung: Diskriminierung im Bildungswesen ist real und hat verschiedenste negative Auswirkungen auf die Betroffenen selbst sowie auf die gesamte Gesellschaft.
Auch deshalb ist die Dokumentation dieser Diskriminierungserfahrungen so wichtig.
Wenn auch du von deinen eigenen LehrerInnen schlechter bzw ungerecht behandelt wirst, wegen deinem Aussehen, deiner Herkunft, einer Behinderung, deiner sexuellen Vorliebe oder deiner Religionszugehörigkeit, dann bitte schreib uns deine Erfahrungen auf www.diskriminierungsfrei.at (Formular zur Dokumentation).
Alle Daten werden selbstverständlich ANONYMISIERT!
Am Mittwoch, dem 24.01.2018 waren Vertreter_innen der IDB geladene Gäste des Altbundeskanzlers, und derzeitigen Präsidenten der ÖGAVN Herrn Dr. Wolfgang Schüssel.
„Die Österreichische Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen (ÖGAVN) ist eine unabhängige, überparteiliche und gemeinnützige Vereinigung. Hauptaufgabe der ÖGAVN ist die Information der österreichischen Bevölkerung über Fragen der Österreichischen Außenpolitik sowie zu europäischen und internationalen Themen.
Die ÖGAVN möchte damit das Interesse für zwischenstaatliche Beziehungen und das Verständnis für aktuelle internationale Vorgänge in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fördern und möglichst breiten Kreisen der Bevölkerung zugänglich machen.
Bindeglied zur UNO
Die ÖGAVN versteht sich auch als Schnittstelle zum Außenministerium, den Diplomatischen Vertretungen und den in Österreich ansässigen Internationalen Organisationen und Einrichtungen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Information über die Tätigkeit der Vereinten Nationen und ihrer Teilorganisationen. Die ÖGAVN fungiert damit auch als Bindeglied zur UNO.“[1]
Was verbindet die IDB und die ÖGAVN?
Beide setzen wir uns für den Abbau von oftmals nicht sichtbaren Barrieren ein. Beide verstehen wir die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als Grundlage unseres Handelns
Mit den am 01.01.2016 in Kraft getretenen Zielen für eine Nachhaltige Entwicklung (Englisch: Sustainable Development Goals – SDGs) wurden die Milleniums-Entwicklungsziele nicht nur überarbeitet. Der Geltungsbereich, der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele wurde auf alle Mitgliedsstaaten erweitert. Hiermit wurde einer ganzheitlichen Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene Rechnung getragen.
Als IDB begrüßen wir diese Resolution und verschreiben uns vor allem den nachfolgenden SDGs:
Bildung für alle – inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern
Gleichstellung der Geschlechter – Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen
Ungleichheit verringern – Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
Umsetzungsmittel und globale Partnerschaft stärken – Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben füllen[2]
Die Initiative für ein diskriminierungsfreies Bildungswesen (IDB) setzt sich hierbei vor allem für die Umsetzung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in Österreich ein.
Bei dem Treffen durften wir unter anderem auch Herrn Dr. Martin Nesirky, dem Leiter des Informationsdienstes der Vereinten Nationen (United Nations Information Service – UNIS) Fragen stellen.
Konkret ging es uns um Informationen bzw. eine_n Ansprechpartner_in auf Seiten der Vereinten Nationen, wenn es um die bewusste Auseinandersetzung mit Diskriminierung bzw. deren Auswirkungen auf die Psyche betroffener Menschen geht.
Unser Anliegen schien auch für die Anwesenden Zuhörer_innen interessant zu sein, da wir im Anschluss in einige interessante Gespräche verwickelt wurden.
Zu guter Letzt durften wir dann auch Herrn Dr. Wolfgang Schüssel unseren Jahresbericht überreichen.
Unsere erste Pressekonferenz mit dem Titel „Schwarz auf weiß – wie bildungsnah ist Diskriminierung“ fand am Freitag, den 30.6.2017, dem Tag der Zeugnisverteilung in Wien statt und war ein voller Erfolg!
Gemeinsam mit dem Bildungssprecher der Grünen Dr. Harald Walser und der Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung (BJV) Julia Herr haben wir unseren Jahresbericht „Diskriminierung im österreichischen Bildungswesen 2016“ präsentiert und auch unseren 10-Punkte-Plan zur Überwindung der bestehenden Probleme vorgestellt. Die BJV, die gesetzliche Interessensvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich unterstützt unseren 10 – Punkte – Plan, genauso wie Dr. Harald Walser, der unsere Initiative von Anfang an unterstützt hat.
Im Anschluss gab es noch eine angeregte Diskussion mit Mag. Terezija Stoisits, der Menschenrechtskoordinatorin des Bildungsministeriums, die ebenfalls bei unserer Pressekonferenz anwesend war.
Ein herzliches Dankeschön an Dr. Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, der uns von Anfang an unterstützt hat und sich der Problematik dieses Themas bewusst ist.
Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei Mag. Jürgen Czernohorszky, mit dem wir während seiner Amtsperiode als Präsident des Stadtschulrates für Wien eine sehr gute Kooperation hatten.
Unter den vielen freiwilligen Helfer*innen seien stellvertretend zwei erwähnt:
Aysegül Yüksek, die uns bei der Erstellung der Statistik unterstützt hat sowie Fatma Fırat für das Lektorat.
Zu guter Letzt wollen wir uns aber auch natürlich bei den Schüler*innen und Student*innen bedanken, die selbst Diskriminierungserfahrungen erlebt oder beobachtet haben und den Mut aufgebracht haben, sie genau zu dokumentieren und uns zu melden.
Vielen Dank für euer Vertrauen!
Den allerersten Jahresbericht zu Diskriminierung im österreichischen Bildungswesen gibt es gratis zum Download.
Da durch unsere Arbeit laufende Kosten entstehen, würden wir uns über eine kleine Spende sehr freuen 😉
Wer gegen Diskriminierung spenden will, kann das hier gerne machen. Vielen Dank!
Diskriminierung im österreichischen Bildungswesen Bericht 2016
Inhaltsverzeichnis
Danksagungen! Seite 2 VorwortSeite 4 1.1 Vorwort von Bildungssprecher Dr. Harald Walser Seite 4 1.2 Vorwort von Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits Seite 6 1.3 Vorwort von IDB-Obfrau Dr. Sonia Zaafrani Seite 8 1.4 Vorwort von IDB- Bildungswissenschaftlerin Zeynep Önsür, BA Seite 10 2 – 10-Punkte-Plan zur Etablierung eines diskriminierungsfreien Bildungswesens Seite 13
Statistik Seite 15 3.1 Diskriminierungserfahrungen von Schüler*innen und Student*innen in österreichischen Bildungseinrichtungen – 2016 3.2 Gründe der Diskriminierungserfahrungen von Schüler*innen und Student*innen in österreichischen Bildungseinrichtungen – 2016 3.3 Geschlechterstatistik Seite 16 3.4 Anteil der sichtlich erkennbaren muslimischen Schülerinnen mit Diskriminierungserfahrungen Seite 18 3.5 Anteil der Schüler*innen die Unterstützung suchten Seite 18
4 – Diskriminierung aufgrund von Atheismus / BekenntnislosigkeitSeite 19 4.1 Fallbeispiel Seite 19
5 – Diskriminierung aufgrund von Islamophobie / antimuslimischem Rassismus Seite 20 5.1 Fallbeispiel 2 Seite 22 5.2 Fallbeispiel 3 Seite 23 5.3 Fallbeispiel 4 Seite 25 5.4 Brief an den Schuldirektor Seite 26
6 – Diskriminierung aufgrund ethnischer Zugehörigkeit Seite 27 6.1 Fallbeispiel 5 Seite 28 6.2 Fallbeispiel 6 Seite 29
7 – Diskriminierung aufgrund des Geschlechts Seite 30 7.1 Fallbeispiel 7 Seite 32 7.2 Fallbeispiel 8 Seite 32 7.3 Fallbeispiel 9 Seite 32 7.4 Fallbeispiel 10 Seite 33 7.5 Fallbeispiel 11 Seite 33
8 – Gesundheitliche Auswirkungen von DiskriminierungenSeite 34 8.1 Handlungsmöglichkeiten Seite 39
9 – Vorbild Deutschland: Eigene Beratungsstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen sowie eigene Diskriminierungsbeauftragte* an Schulen Seite 40
10 – Stellungnahme eines Jugendarbeiters im Case Management Seite 41 10.1 Wesentliche Eigenschaften von systemfernen Jugendlichen Seite 43 10.2 Beispiele aus der Praxis Seite 45
11 – LiteraturverzeichnisSeite 48
12 – AnhangSeite 49 12.1 Rechtsgrundlagen in Österreich Seite 49 12.1.1 Die UN-Kinderrechtekonvention Seite 49 12.1.2 Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern Seite 53 12.1.3 Das Gleichbehandlungsgesetz Seite 55 12.1.4 Artikel 2 des 1. Zusatzprotokolls der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), in Österreich in Verfassungsrang Seite 55 12.1.5 Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte – letzte Instanz – vom 1.3.1979 Seite 56